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Das Internet verändert die Welt. Mit zunehmender Vernetzung und der Abhängigkeit von IT-Systemen steigt auch das Risiko, Opfer von Cyber-Angriffen zu werden. Bösewichte und Gauner tummeln sich im Netz, stehlen und missbrauchen Daten, es wird gemobbt, erpresst und abgezockt. IT-Sicherheit ist ein sehr dynamischer Prozess. Stetig müssen neue und komplexere Bedrohungen berücksichtigen werden. Data Protect, Data-Risik, Datenschutz-Versicherung und Hacker-Versicherung, all diese Begriffe stehen für den Versicherungsschutz der Cyber Versicherung. Die Cyberversicherung bietet Unternehmen einen umfangreichen Schutz vor finanziellen Verlusten, die durch Cyberkriminalität entstehen. Eine solche Versicherung ist sinnvoll, wo immer Netzwerk, Server, PCs, Computer, Internet und Daten und Datenträger genutzt werden.

Welche Risiken versichert die Cyber-Police bei Unternehmen?

Cyber-Versicherungen umfassen zahlreiche Aspekte. In einem Schadensfall soll das Versicherungsunternehmen der Cyber-Versicherung einspringen. Dabei werden Eigenschäden und Fremdschäden versichert, eingeschlossen sind direkte Hacker-Angriffe, datenschutzrechtliche Schadensfälle und Schadenersatzforderungen. Unternehmen müssen sich verstärkt mit IT-Risiken auseinandersetzen, die sich aus der IT-Nutzung selbst wie technisches Versagen oder durch Bedrohung aus dem Cyberspace ergeben. Fällt beispielsweise ein Speichersystem aus, führt dies möglicherweise zu einer längeren Betriebsunterbrechung. (E-Mail-Kommunikation, Akquise, Produktion, Auslieferung, Buchhaltung. Cyberrisiken, wie beispielsweise Datendiebstahl, Spionage, Verschlüsselung, Erpressung, Denial-of-Service-Attacken oder andere Effekte durch Malware wie Trojaner & Computerviren kommen dazu.

Jeder Kunde hat spezifische Risiken. Cyber-Versicherungen basieren auf einem Standardangebot, das üblicherweise individuell angepasst wird. Durch eine Cyber-Versicherung sollen Bedrohungen, wie Verlust von Datenträgern und Geräten (Einbruch, Vandalismus, Diebstahl), Betriebsunterbrechung, Kosten für Datenwiederherstellung, Haftpflichtschutz bei Ansprüchen Dritter (Fremdschaden), erforderliche Maßnahmen zur Aufklärung einer Schadenursache, in ausreichender Höhe abgedeckt werden. Eine Police deckt Eigenschäden (Betriebsunterbrechung, Ertragsausfall, Erpressung), Drittschäden (Datenschutz- und Datenvertraulichkeitsverletzungen, Schadenersatzansprüche, Vertragsstrafen, Abwehr von unberechtigten Ansprüchen) und Kostenpositionen (IT-Forensik, Datenwiederherstellung, Wiederherstellung IT-Systeme, Rechtsberatung, Informationskosten, Call-Center). Hacker können ganze Lieferketten unterbrechen, was teure Schäden nach sich zieht.
Einige Versicherungen bieten zusätzlichen Schutz, wie beispielsweise Erstattung der Kosten für eine Rechtsberatung, für Öffentlichkeitsarbeit zur Reputationswiederherstellung oder durch behördliche Forderungen. Im Falle eines Schadens analysieren Experten für IT-Forensik den Angriff und sichern Beweise. Sie stellen das Ausmaß des Schadens fest und beurteilen oder verhindern mögliche Folgeschäden. Anwälte für den Bereich IT-und Datenschutzrecht gewährleisten, dass Informationspflichten erfüllt werden, PR-Spezialisten informieren Betroffene und unterstützen bei der Krisenkommunikation, damit der Imageschaden für das Unternehmen möglichst gering gehalten wird.

Was sind die größten Risiken?

Zu IT-Risiken gehören alle Vorgänge, die sich aus der Datenverarbeitung ergeben können. Viele Geschäftsvorgänge wären ohne eine moderne Datenverarbeitung gar nicht oder nicht mehr zu annehmbaren Kosten in angemessener Zeit und in befriedigender Qualität zu erledigen. Alle für die Datenverarbeitung erforderlichen EDV & IT Anlagen, Systeme, Komponenten, Hardware & Software können von Schäden betroffen werden. Der Ausfall des Netzwerkes, der IT-Infrastruktur kann erhebliche Vermögensschäden verursachen. Daten- und Computermissbrauch stellen ebenfalls ein erhebliches Risiko dar. Die Risiken der digitalen und virtuellen Welt sind vielfältig. Eine Cyberattacke kann für Firmen gravierende Folgen haben. Im Schadenfall kann es für ein Unternehmen existenzbedrohend werden. Drive-by Download von Schadsoftware, Trojaner / Würmer, Attacken auf Datenbanken und Websites, Viren, Botnetze, Ausspähung von Daten (Phishing), Distributed Denial-of-Service-Attacken (DDoS), Datenverluste, Rogueware, Scareware, Computersabotage durch Viren, Erpressung durch Ransomware, Manipulation von Autos (Remote-Zugriffe), unberechtigte Geldabhebungen, Hacken von Smart-Home-Systemen, Cyber-Mobbing, Cyber-Terrorismus, unerlaubte Verbreitung privater Medien und Spam gehören zu den größten Gefahren im Internet und bedrohen die Verfügbarkeit von Diensten, Daten und Cloud-Diensten.

Risiko Ausspionieren
Hacker verwenden Phishing, öffentliche Informationen vom Internetauftritt eines Unternehmens oder dem Social-Media-Profil. Cyberkriminelle (von Cyberkriminalität, Computerkriminalität, Internetkriminalität) verwenden diese Informationen, um ganz gezielte, scheinbar legitime Anfragen per Mail zu versenden und locken Mitarbeiter damit auf bösartige Links oder verleiten Mitarbeiter, einen infizierten Anhang zu öffnen. Die heruntergeladene Malware sucht nach Schwachstellen, spioniert, verändert oder verschlüsselt alle Daten. Um das Ausspionieren zu verhindern, können Unternehmen URL-Filter verwenden, die Angreifer daran hindern, Social-Media- und Website-Informationen zu manipulieren. Der Netzwerkverkehr lässt sich zudem mithilfe von Intrusion-Prevention-Technologien, eines Intrusion Prevention System (IPS) kontrollieren, die Bedrohungen erkennen und Port-Scans und ICMP-, Port- und Host-Sweeps verhindern.


Risiko Vorbereitung & Auslieferung
Anti-Malware (Malware = Schadprogramm), Intrusion Prevention System (IPS), DNS-Überwachung, Communication Network Control (CNC), Sinkholing und Datei- und Content-Blockierung sind kombinierte Maßnahmen einer Firewall zur Bedrohungsabwehr. Sie wehrt bekannte Malware, eingehende Command-And-Control (C&C) Kommunikation und Exploits ab und blockieren alle Hochrisiko-Anwendungen. Angriffe geschehen durch verschiedene Methoden wie die Einbettung von Intruder-Code in gezielt auf die Interessen des Einzelnen zugeschnittene Nachrichten wie E-Mails, Anhängen und Dateien. Firewalls gewähren Einblick in den Datenverkehr, so können Unternehmen das Risiko mit einer Firewall entscheidend eindämmen. Ergänzend kann ein Risiko durch Maßnahmen einer cloudbasierten Malware-Analyse im Netzwerk gesenkt werden.

Risiko Ausbeutung
Haben Angreifer Zugriff auf das Netzwerk erlangt, können sie die Server und Arbeitsstationen kontrollieren und ganz gezielt einsetzen. Bekannte und auch unbekannte Schwachstellen-Exploits können durch Endpunkt-Schutz-Technologien blockiert werden. Die Sandboxing-Technologie im abgeschotteten Bereich lässt Bedrohungen erkennen, um Schäden im Netzwerk und Folgeangriffe im Unternehmen zu verhindern. Beispielsweise basiert der Browser Google Chrome komplett auf einer vom System abgeschotteten Sandbox-Technologie. Angriffe im Browser können so nicht auf das System übergreifen.

Risiko Installation
Um Exploits (Schwachstellenausnutzung) zu verhindern, die zu Privileg-Eskalation (Rechteausweitung) und Passwortdiebstahl führen, können Unternehmen Endpunktschutz-Technologien verwenden. Mit einer modernen UTM Firewall lassen sich sichere Zonen, Benutzerzugriffskontrolle und eine Überwachung des Datenverkehrs zwischen den Zonen einrichten. Angreifer könnten ansonsten und sich in das Netzwerk des Unternehmens einnisten und Operationen, Rootkits, Eskalationen durchführen.

Risiko Command & Control (C&C)
Ausgehende Command-and-Control-Kommunikation wird durch Anti-CnC-Signaturen blockiert, die URL-Filterung verhindert die Kommunikation mit bekannten bösartigen URLs. Um kompromittierte Hosts zu erkennen und zu blockieren, kann Outbound-Kommunikation zu internen Honeypots umgeleitet werden. Angreifer könnten ansonsten eine Verbindung zum eigenen Server einrichten, mit dem Informationen und Daten zwischen infizierten Geräten und dem Server ausgetauscht werden.

Risiko Aktivitäten am Angriffsziel
Um bekannte Archivierungs- und Übertragungstaktiken von Cyberangriffen und Hackern zu verhindern, können Unternehmen mit Dateiübertragungs-Richtlinien per Anwendungs- und Benutzerüberwachung die Freiheit der Angreifer im Netzwerk begrenzen. Angreifer können das Netzwerk für ihre eigenen Zwecke manipulieren, beispielsweise Datenextraktion, Massenmails, Botnetzwerk, Verschlüsselung, Zerstörung oder Erpressung.

Darauf achtet eine Versicherung vor Abschluss einer Cyber-Versicherung.

Eine Versicherung prüft, ob der Kunde sein Möglichstes getan hat, um Cyber-Bedrohungen entgegenzuwirken. Dazu zählen Risiken wie Geschäftsfeld (Branche, Anzahl Mitarbeiter, global tätig, Umsatz, Image), Klientel / Kunden (privat, Handel, Staat), Netzwerk, EDV & IT-Umfeld (Technik, Organisation, fremde Mitarbeiter), Sicherheitsmaßnahmen (IT-Sicherheit, Konzept, Schulungen, Security-Verpflichtung der Mitarbeiter, Firewall, VPN, Datensicherung), Qualitätsmerkmale wie Zertifizierungen und anerkannte Audits (Dokumentationen), Umsetzung von gesetzlichen Vorgaben, Notfall-Planung (Ausweichmöglichkeiten, Kapazitäten, Ersatzgeräte, Desaster-Recovery-Planung). Sicherlich werden IT-Experten die Angaben, Konfigurationen und Schwachstellen-Checks vor Ort überprüfen und klären. Für eine Risikokalkulation werden Cyber-Vorfälle aus der Vergangenheit ebenfalls in Betracht gezogen. Versicherungen beraten zur versicherungstechnischen Absicherung gegen Hacker oder DDoS-Angriffe, Fehlbedienung, Datenmissbrauch, Datenverschlüsselung oder Datendiebstahl.

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