IT-Notfallplan - Notfallhandbuch bei einem Systemausfall

IT-Notfallplan - Notfallhandbuch bei einem Systemausfall

Der BSI-Standard 100-4 zeigt einen systematischen Weg, einen IT-Notfallplan in einer Organisation oder einem Unternehmen einzurichten, um die Kontinuität des Geschäftsbetriebs sicherzustellen.

Die Aufgabe des Business Continuity Managements besteht darin, die Zuverlässigkeit zu verbessern und die Organisation auf Notfälle und Krisen vorzubereiten, damit die wichtigsten Geschäftsprozesse im Falle eines Ausfalls schnell wiederhergestellt werden.

Ziel eines IT-Notfallplans ist es, den durch Notfälle oder Krisen verursachten Schaden zu minimieren und die Existenz einer Behörde oder eines Unternehmens auch bei größeren Schäden sicherzustellen. Der BSI-Standard 100-4 zeigt einen systematischen Ansatz zur Einrichtung eines Notfallmanagements in einer Organisation.

Mit der der zunehmenden Bedeutung der Aufrechterhaltung der Infrastruktur (Informationstechnik, Telekommunikation, elektronische Datenverarbeitung) verfügen viele Betriebe über einen IT-Notfallplan, um durch Notfälle verursachte Notlagen, Krisen und Katastrophen zu verhindern und darauf zu reagieren. Mit Hilfe des Business Continuity Managements (Betriebliches Kontinuitätsmanagement) kann beispielsweise der Fortbestand des Betriebes in Notfällen, Krisen und anderen Bedrohungen sichergestellt werden.

 

IT-Notfallmanagement - Basics beim Ausfall der Informationstechnik (IT)

Ein Systemausfall wird schnell zum Notfall. Wenn EDV-Anlagen, IT-Systeme, RZ-Komponenten oder Telefonanlage ausfallen, ist es ein Schreckensszenario eines jeden Unternehmen. Telefonate sind unmöglich, E-Mails stecken fest, Bestellungen gehen nicht raus, die Produktion steht still, der Kunde wird nicht beliefert, Überweisungen, Gehälter und die Übermittlung an das Finanzamt bleiben liegen, die Folgen sind unüberschaubar. Denken Sie rechtzeitig an ein IT-Notfallmanagement.
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Wie lange kann ein Betrieb den Ausfall der Informationstechnik (IT) wie Server (Zentralrechner), Storages (Datenspeicher), Switches (Datenverteiler) sowie Kommunikationstechnik (TK) wie Kommunikationsserver oder Telefonanlage verkraften?

Fehlbedienung, Brand, Feuer, Löschmittel, Hochwasser, Sturm, Rohrbruch, Hacker, Virenbefall, technische Defekte, Staub, Verschmutzungen und vor allem Baustaub nach Bauarbeiten sind Ereignisse, die zu Systemausfällen führen und legen IT-Systeme innerhalb kürzester Zeit lahm.

Die Existenz einer Firma ist durch einen Systemausfall gefährdet, es kann jeden treffen. Zur Abwehr von Risiken und Gefahren und deren Folgen (Schäden und Folgeschäden) ist ein IT-Notfallplan erforderlich. Wie schützen Sie sich vor den Folgen von IT-Ausfällen?

Mit einem IT-Notfallplan sind Sie gut vorbereitet

IT Notfallmanagement: Vor den Folgen eines Notfalls kann sich nur schützen, wer gut vorbereitet ist. Eine strukturierte Planung, vorbeugende Schutzmaßnahmen und ein IT-Notfallplan zählen zu den Präventivmaßnahmen für eine schnelle Wiederinbetriebnahme der IT-Infrastruktur.  

Schutz vor Datenverlust

Beim IT-Ausfall können wichtige Daten verloren gehen. Um Daten vor Verlust zu schützen, ist eine regelmäßige Datensicherung auf externen Speichermedien Pflicht. Die Datensicherung muss regelmäßig überprüft werden und ob sich Ihre Daten zurücksichern lassen. Verwenden Sie ausreichend große Medien, auf denen die komplette Datensicherung passt. Die vom Betriebssystem bereitgestellten Backup-Routinen genügen in der Regel den Anforderungen der meisten KMU und Handwerksbetriebe.

Schutz bei Stromausfall

IT-Systeme werden durch einen Stromausfall komplett lahmgelegt oder beschädigt. Arbeitsvorgänge werden nicht zu Ende geführt, geöffnete Dateien werden dabei nicht abgespeichert und wichtige Daten gehen möglicherweise verloren. Verwenden Sie eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV). Die USV sorgt dafür, dass nach einem Stromausfall wichtige Prozesse zu Ende geführt und die Server sicher herunterfahren.

Schutz vor Schadsoftware, Viren, Trojaner & Co.

Schadprogramme wie Viren und Trojaner sind läßtig und heimtückisch. Im schlimmsten Fall legen sie den gesamten Betrieb Ihrer Organisation lahm. Installieren Sie regelmäßig die empfohlenen Updates für Betriebssysteme, Anwendungssoftware und Virenschutz. Die Arbeit am Arbeitsplatz-PC sollte nicht mit Administrator-Rechten erfolgen. Nutzen Sie für Ihre tägliche Arbeit ein Konto mit eingeschränkten Benutzerrechten, dann hat auch ein Virus im Netzwerk nicht alle Möglichkeiten.

Mit einem IT-Notfallplan sind Sie schnell wieder betriebsbereit

Falls ein Systemausfall oder ein IT-Notfall eintritt, müssen Sie mit einem guten IT-Notfallplan schnell und sicher Ihre IT wieder in Betrieb setzen. Ein IT-Notfallplan sollte in gedruckter Form vorliegen, denn nach dem Systemausfall ist er elektronisch nutzlos. Ein IT-Notfallplan muss alle notwendigen Informationen, die Sie zur Aufrechterhaltung Ihres Tagesgeschäfts benötigen. Priorisieren Sie anhand der Wichtigkeit die Reihenfolge der Wiederherstellung zur Wiederinbetriebnahme des Systems.

Stimmen Sie den IT-Notfallplan mit Ihrem externen IT-Berater ab und ziehen Sie ihn im Schadensfall zu Rate. Wichtige Daten für die Inbetriebnahme Ihrer Informationstechnik sollten sicher aufbewahrt und bei Bedarf schnell verfügbar sein. Hotline-Nummern der Hardware und Software Hersteller, aber auch von Handwerker, Facility Management sollten an zentraler Stelle griffbereit sein. Installationsanleitungen in Papierform und deren Installationsmedien (CD, USB-Stick) Ihrer IT-Systeme und Software, Kundennummern, Zugangscodes und Passwörter für Ihre Systeme und Services (Internetprovider, E-Mail-Accounts, Softwarelizenzen, Registrierungscodes, UserIDs, Router) sollten jederzeit griffbereit sein.

IT-Notfallmanagement und Notfallplan - Wiederinbetriebnahme der IT

Um nach dem Systemausfall wieder voll arbeitsfähig zu sein, muss der ursprüngliche Zustand der IT schnell und sicher wiederhergestellt werden. Das muss rechtzeitig geplant sein.

 

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